Aquafitness: Fit werden im Pool
Vielfältiges Aquafitness
Bei Aquafitness denken viele an ältere Menschen, die Gymnastik im Wasser machen. Die Bandbreite ist jedoch deutlich grösser: Sie reicht von klassischer Wassergymnastik über Aquaaerobic, Aquajogging, Aquacycling und Aquazumba bis hin zu Aquaboxing. Grundsätzlich ist Aquafitness ein Ganzkörpertraining im brust- oder schultertiefen Wasser. Trainiert wird ohne oder mit Geräten wie Schwimmnudeln, Hanteln, Auftriebsgürteln oder Wasserfahrrädern. Die Trainingsintensität reicht von locker bis anspruchsvoll.
Wirkung von Aquafitness
Der Auftrieb des Wassers schont Bänder und Sehnen und entlastet die Gelenke sowie die Wirbelsäule. Gleichzeitig kräftigt der Wasserwiderstand die Muskulatur effektiv. Darüber hinaus wird das Herz-Kreislauf-System trainiert, die Ausdauer verbessert und die Beweglichkeit gefördert. Das Verletzungsrisiko bei Aquafitness ist gering, der Kalorienverbrauch dennoch hoch, mindestens so hoch wie bei einem Work-out an Land. Zudem sorgt das Wasser für einen Drainage-Effekt, weil es den Lymphfluss anregt. Davon profitieren beispielsweise Menschen mit Venenproblemen oder geschwollenen Beinen an heissen Tagen.
Häufigkeit des Trainings
Bereits zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche reichen aus, um eine spürbare Wirkung zu erzielen. Nach etwa sechs bis zwölf Wochen verbessern sich Ausdauer, Muskelkraft und Körpergefühl deutlich.
Wo wird Aquafitness angeboten?
Aquafitness wird in Hallen- und Freibädern, Thermalbädern, Rehazentren, Fitnessstudios oder im Rahmen von Ferien- und Sommerkursen angeboten. Auch Pro Senectute, die Rheumaliga und die Migros Klubschule bieten entsprechende Kurse an.
Für wen eignet sich Aquafitness?
Grundsätzlich für alle, unabhängig von Alter oder Trainingszustand. Besonders profitieren Menschen mit Gelenk- oder Rückenproblemen, Übergewichtige, ältere Menschen, Schwangere (in angepassten Kursen) sowie Personen, die sich nach einer Erkrankung oder Operation in Rehabilitation befinden. Auch Menschen mit einer Bewegungseinschränkung, etwa bei Erkrankungen wie Parkinson oder Multipler Sklerose, können Aquafitness ausüben. Für ambitionierte Sportlerinnen und Sportler eignet sich Aquafitness als sinnvolle Ergänzung im Trainingsplan oder als schonende Trainingsform nach einer Verletzung.
Gut zu wissen
Aquafitness ist bei Fieber, akuten Infekten, offenen Wunden, Hautinfektionen oder ausgeprägter Angst vor dem Wasser nicht geeignet. Menschen mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder anderen Vorerkrankungen sollten vorab ärztlichen Rat einholen. Für Outdoor-Kurse gilt: Sonnenschutz wie wasserfeste Sonnencreme und eine Kopfbedeckung nicht vergessen. Zudem ist es ratsam, am Beckenrand etwas zu trinken bereitzuhalten.