Eine Frau hält ein grünen Smiley vors Gesicht

Wie wirkt das Hormon Serotonin?

Der Nervenbotenstoff verhilft nicht nur zu einer zufriedenen, gelassenen Stimmung, er spielt auch eine wichtige Rolle bei der Wahrnehmung von Geschmäckern, fördert ein soziales Verhalten und vieles mehr.

07. Mai 2025
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Der Nervenbotenstoff Serotonin verändert unser Verhalten in praktisch jeder Hinsicht: Stimmung, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Appetit, Wut, Aggression, Schmerzempfinden, Gedächtnis, Sexualität … dies und noch mehr wird durch Serotonin beeinflusst. Serotonin hilft zudem, geistig flexibel zu bleiben, und fördert ein soziales Verhalten.

Gegensätzliche Wirkungen von Serotonin

Manche Wirkungen des Serotonins sind entgegengesetzt: So kann es einerseits Ängste lindern, andererseits aber auch steigern. Es kann Blutgefässe weiten – oder verengen. Dass die Wirkung gegensätzlich ausfällt, liegt an den über 15 verschiedenen Rezeptoren, an denen Serotonin «andockt». Je nach Rezeptor löst es eine unterschiedliche Wirkung aus.

Die Körpertemperatur wird durch Serotonin beeinflusst, wie auch das Schmerzempfinden: In entzündetem, geschädigtem Gewebe beispielsweise macht Serotonin die Nerven, die Schmerzen weiterleiten, empfindlicher. Es kann Schmerzen aber auch dämpfen, indem es die Weiterleitung von Schmerzreizen hemmt.

Was ist das Serotonin-Syndrom

Ein Übermass an Serotonin ist schädlich. Das sogenannte «Serotonin-Syndrom» kann sogar lebensgefährlich sein: Zittern, weit gestellte Pupillen, Fieber, schneller Puls, Durchfall, Verwirrung und Schlaflosigkeit sind einige der Symptome, die auftreten können, wenn Patientinnen oder Patienten eine zu hohe Dosis an Medikamenten erhalten, die den Serotoninspiegel erhöhen.

Serotonin spielt auch eine Rolle bei der Verdauung

Sobald Speisen die Geschmacksknospen auf der Zunge erreichen, übermittelt Serotonin dem Gehirn die Geschmacksinformationen. Hat man sich die Nahrung einverleibt, sorgt Serotonin dafür, dass sie im Darm weiterbefördert wird und dass die Bauchspeicheldrüse Verdauungsenzyme absondert.

Serotonin regt die Darmtätigkeit wohlig an. Schüttet der Darm aber sehr viel Serotonin aus, aktiviert dies das Brechzentrum im Hirnstamm und es kommt zu Erbrechen und Durchfall. Medikamente, die bestimmte Serotonin-Rezeptoren blockieren, werden erfolgreich gegen Erbrechen eingesetzt.

Darm-Hirn-Achse bei Serotonin ausgeprägt

Der Darm könne, «wie die Nase, ganz bestimmte Aromastoffe wahrnehmen, zum Beispiel Gewürznelken, Muskatnuss und Thymian. Angenehme Aromastoffe fördern die Ausschüttung von Serotonin. Aus diesen Gründen können liebevoll komponierte Gerichte den Darm in einen Glückszustand versetzen», schreibt der Freiburger Psychiater Gregor Hasler in seinem Buch «Die Darm-Hirn-Connection». Die Verbindung zwischen Darm und Hirn ist bei Serotonin ganz besonders eng. 

Östrogene und Testosteron: Wie sie uns beeinflussen

Sowohl Frauen als auch Männer produzieren aus Cholesterin die Geschlechtshormone Östrogen und Testosteron – aber in unterschiedlichen Konzentrationen.

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Zusammenhang Seratonin und Melatonin

Aus Serotonin stellt der Körper – abhängig vom Licht – das «Schlafhormon» Melatonin her. Es steuert den Tag-Nacht-Rhythmus und fördert den Schlaf.

Wo wird das Serotonin im Körper produziert?

95 Prozent des Serotonins werden vom Darm gebildet.

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