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11. März 2022

Die häufigsten Allergien im Überblick

Die häufigsten Allergien im Überblick

Jede dritte bis vierte Person in der Schweiz leidet an einer Allergie. Es wird vermutet, dass durch die verbesserte Hygiene eine Unterforderung des Immunsystems stattfindet. Dies wiederum führt zu einer Überaktivität beim Kontakt mit Allergenen. Lernen Sie die verschiedenen Allergiearten kennen und erfahren Sie, wie Sie diese am besten behandeln.


Lebensmittelallergie

Auslöser

Nahrungseiweisse. Enthalten sind diese zum Beispiel in Hartschalenobst oder Nüssen, Früchten (Äpfel), Gemüse (Sellerie, Rüebli), Milch und Milchprodukten, Fisch, Schalen- und Weichtieren, Eiern, Hülsenfrüchten (Erdnüsse, Soja, Lupinen), Gewürzen (Senf), Kräutern und Sesam. Schwefeldioxid.

Symptome

Die häufigsten Symptome sind Haut- und Schleimhautbeschwerden wie Rötungen, Juckreiz, Schwellungen, Hitzewallungen und Nesselfieber. Ausserdem sind die oberen und unteren Atemwege betroffen, was sich durch Schnupfen, Heiserkeit, Schluck- oder Atembeschwerden, Husten oder Asthma ausdrücken kann. Des Weiteren können Magen-Darm-Probleme wie Krämpfe, Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Völlegefühl und Sodbrennen oder Herz-Kreislauf-Beschwerden mit Kopfweh, Schwindel, Müdigkeit und Abgeschlagenheit vorkommen.

Behandlung

Unbedingt ärztlich abklären, was genau die Allergie auslöst, und diese Lebensmittel konsequent meiden! Allergenhaltige Nahrung erhitzen, da dies die Verträglichkeit verbessern kann. Prüfen, ob ein Epi-Pen (Adrenalin-Injektor) für den Notfall erforderlich ist.


Insektengiftallergie

Auslöser

Gift von Insekten, das bei einem Stich in den Körper injiziert wird.

Symptome

Schwellungen, Rötungen und Juckreiz um die Einstichstelle. Bei Bienen- und Wespenstichen können Nesselfieber, Erbrechen, Atemnot, Herzrasen und Kreislaufprobleme dazukommen. Dies kann zu einer lebensgefährlichen Schockreaktion führen.

Behandlung

Bei Mückenstichen helfen kühlende Gels und allenfalls Hitzestifte. Wer bei Bienen- und Wespenstichen stark reagiert, sollte dringend eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Gegebenenfalls eine Notfallapotheke mit einem Adrenalin-Injektor und einen Allergiepass bei sich tragen.


Kontaktallergie

Auslöser

Die Haut reagiert unter anderem auf Duftstoffe in Kosmetika und Waschmitteln, Nickel in Schmuck und Hosenknöpfen, chemische Stoffe in Putzmitteln, Farbstoffe in Kleidung sowie auf Pflanzen.

Symptome

Roter Ausschlag, Knötchen und Bläschen rund um die Kontaktstelle. Starker Juckreiz.

Behandlung

Gegebenenfalls kortisonhaltige Salben, rückfettende Hautpflege.


Hausstauballergie

Auslöser

Kot der Hausstaubmilben. Sie leben im Bettzeug, in Matratzen, Polstermöbeln, Vorhängen und anderen Textilien und ernähren sich von Hautschuppen.

Symptome

Allergischer Schnupfen wie laufende oder verstopfte Nase sowie Niesreiz. Allergische Bindehautentzündung wie rote, juckende und tränende Augen. Möglich ist auch vereinzeltes Husten, was in ein allergisches Asthma münden kann, sowie gelegentliche Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Symptome treten vermehrt in der kalten Jahreszeit auf.

Behandlung

Zimmer und Betten regelmässig lüften und milbendichte Bezüge für Matratze, Kopfkissen und Duvet benutzen. Staub reduzieren, am besten mit einem Staubsauger mit Mikrofilter. Zudem auf eine optimale Raumtemperatur von 19 bis 21 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von maximal 50 Prozent achten. Pyjama bei 60 Grad waschen.


Heuschnupfen

Auslöser

Pflanzenpollen. Kleinste Blütenstaubteilchen von Bäumen, Gräsern und Kräutern gelangen über die Luft in Augen und Nase.

Symptome

Niesattacken, Fliessschnupfen, verstopfte Nase sowie juckende, brennende oder tränende Augen. Weitere mögliche Symptome sind Kratzen oder Brennen in Hals und Gaumen. Ist die Allergie in die unteren Atemwege gewandert, löst dies Husten sowie Atemnot aus und kann in ein allergisches Asthma münden. Heuschnupfen kann zudem zu Entzündungen in den Nasennebenhöhlen führen.

Behandlung

Pollen so gut wie möglich meiden! Der Pollenflug ist auf dem Land morgens und in der Stadt abends am stärksten.


Tierhaarallergie

Auslöser

Eiweisse in Speichel, Schweiss und Tränenflüssigkeit von Katzen, Hunden, Pferden und Nagetieren. Diese Stoffe heften sich an Staubpartikel und schweben in der Luft herum.

Symptome

Allergische Bindehautentzündung mit roten, juckenden und tränenden Augen. Fliessschnupfen, gelegentliches Husten, welches in ein allergisches Asthma münden kann.

Behandlung

Keine Tiere im Schlafzimmer! Eventuell vor der Anschaffung eines Haustiers abklären, ob eine allergische Reaktion erfolgt. Auf Materialien verzichten, die Tierhaare enthalten.


 

(Text: Dipl. med. Oliver Das)

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