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19. Oktober 2021

Erforschtes Glück

Erforschtes Glück

Glückliche Menschen sind 10 bis 20 Prozent produktiver. Zum Thema Glück gibt es zahlreiche Studien. Wir stellen neun Erkenntnisse vor.

 

#1

Wer glaubt, dass der Mensch seines Glückes Schmied ist, der ist in der Regel glücklicher als Menschen, die meinen, man könne das Glück im Leben nicht selbst beeinflussen. Das ergab 2006 eine Umfrage unter Erwachsenen in Deutschland. (Deutsches Ärzteblatt)

#2

Das Gefühl, unglücklich zu sein, geht chinesischen Wissenschaftlern zufolge auch mit der Luftverschmutzung einher: Je dreckiger die Luft, desto weniger Glücksgefühle kommen auf. (Journal of Environmental Economics and Management)

#3

Alljährlich führt die «Gallup Organization» zum Thema Glück eine Umfrage in rund 149 Ländern durch. Skandinavische Länder belegen regelmässig die vordersten Plätze. Letztes Jahr, wie auch schon in den Jahren zuvor, war Finnland das glücklichste Land. Glücklich sind aber auch die Schweizerinnen und Schweizer: Ihr Land kam in den letzten Jahren auf Rang drei beziehungsweise vier. Simbabwe belegte 2020 den letzten Platz. (World Happiness Report)

#4

Der 20. März ist Weltglückstag, haben die Vereinten Nationen beschlossen. Er wird seit 2013 alljährlich begangen.

#5

Üblicherweise ist das Bruttoinlandsprodukt ein wichtiges Mass für die Wirtschaftskraft eines Landes. Bhutan ist das einzige Land der Welt, das seine Politik auch am «Glücksindex» des Landes ausrichtet. Er beinhaltet verschiedene Parameter, unter anderem das psychische und körperliche Wohlbefinden der Bevölkerung sowie die kulturelle und die ökologische Vielfalt. Bhutan, Ecuador, die Vereinigten Arabischen Emirate und Venezuela haben eigens Minister für Glück. (A Prescription for Healthy Living. A Guide to Lifestyle Medicine)

#6

Mehr Zeit draussen bei Tageslicht zu verbringen, geht mit erhöhten Glücksgefühlen, besserem Schlaf und geringerer Einnahme von antidepressiv wirkenden Medikamenten einher. (Journal of Affective Disorders)

#7

Ein schlechter Gesundheitszustand geht bei Frauen mittleren Alters häufig Hand in Hand mit dem Gefühl, unglücklich zu sein. Das könnte der wahre Grund dafür sein, dass unglückliche Frauen (scheinbar) früher sterben als glückliche: Die unglücklichen sind nämlich im Durchschnitt kränker. Verglichen mit glücklichen Frauen rauchen unglückliche mit grösserer Wahrscheinlichkeit, sie treiben weniger Sport, leben öfter als Single, wohnen in ärmeren Quartieren und leiden häufiger an einer Erkrankung. (The Lancet)

#8

Glückliche Menschen sind 10 bis 20 Prozent produktiver, zeigten Experimente mit Studierenden. Diejenigen, die einen lustigen Kurzfilm sahen, lösten danach eine Aufgabe, bei der jede richtige Antwort bezahlt wurde, besser. Am meisten «verdienten» die Studentinnen und Studenten, die besonders viel Spass an dem Filmchen hatten. (Journal of Labour Economics)

#9

Erwachsene, die über den Tag verteilt mehr Glücksmomente erlebten, hatten in einer Studie eine geringere Menge des Stresshormons Cortisol im Blut. Dieses kann bei der Entstehung verschiedener Krankheiten eine Rolle spielen, etwa bei Diabetes Typ 2 und bei Bluthochdruck. Die besonders glücklichen Studienteilnehmer hatten um rund ein Drittel tiefere Cortisolwerte. Noch grösser waren die Unterschiede bei einem Blutgerinnungstest: Bei den glücklicheren Personen bildeten sich weniger rasch Blutgerinnsel. Zudem war ihre Pulsfrequenz tiefer. Zusammen könnten diese Faktoren zu einem tieferen Herzinfarktrisiko beitragen. (PNAS)

Autorin
Dr. med. Martina Frei

 

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