Jede Reise erdet mich

Gambia gehört zu den zehn ärmsten Ländern der Welt. Unzählige Gambier verlassen darum ihre Heimat in der Hoffnung, anderswo ein besseres Leben zu finden. Rainer Schregel, Leiter der Medbase Wattwil, hat es sich zur Aufgabe gemacht, direkt vor Ort zu helfen.

 

In Gambia herrschen Verhältnisse, die wir uns nur schwer vorstellen können. Es fehlt an Hygiene, medizinischen Einrichtungen, Infrastruktur, Bildung – schlichtweg an allem. Die Dresden-Banjul-Organisation unterstützt seit rund elf Jahren die Menschen direkt vor Ort mit dem Wichtigsten, das sie zum Leben brauchen. Im Rahmen von medizinischen, schulischen und gesellschaftlichen Projekten versuchen sie Strukturen zu schaffen, die nicht vorhanden sind. Rainer Schregel unterstützt die Organisation seit einigen Jahren und macht genau das, was er auch im Alltag macht: Er hilft Menschen.  Der Mediziner verarztet dort aber selten Patienten. Er gibt sein Wissen weiter, organisiert Hilfsgüter und koordiniert deren Verwendung. «Mein Ziel ist es, mit den vorhandenen Mitteln, möglichst viel zu erreichen», so Rainer Schregel. Es bringe beispielsweise wenig, wenn ein EKG-Gerät nach Gambia gebracht wird, wenn die Menschen an Infektionen sterben. Oder ein Röntgengerät, wenn die Hilfsmittel für Operationen nicht vorhanden sind.

Im Rahmen der zweimal jährlich stattfindenden Rallye Dresden-Gambia ist Rainer Schregel auch schon selber ins kleinste afrikanische Land gefahren. Diese jeweils dreiwöchigen Reisen durch Frankreich, Spanien, Marokko, Mauretanien und Senegal hätten ihn jedes Mal wieder geerdet, betont Schregel. «Wir vergessen schnell, was wir hier alles haben und warum so viele Menschen aus Afrika fliehen». Die Unterstützung direkt vor Ort ist darum für ihn vielmehr als Entwicklungshilfe – es ist eine Herzensangelegenheit.

Weitere Informationen: www.dbo-online.org

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