19. Dezember 2017

Spital STS AG und Medbase vereinbaren strategische Kooperation

Die Spital STS AG und die Medbase Gruppe haben eine strategische Kooperation vereinbart und gründen zu diesem Zweck die gemeinsame Unternehmung Medbase Berner Oberland AG. Mit dem Konzept «Integrierte Gesundheitsregion Berner Oberland» gehen sie gemeinsam einen neuen Weg in der medizinischen Grundversorgung der regionalen Bevölkerung. So kann mit ambulanten Medical Centers dem heutigen Patienten-Bedürfnis und gesellschaftlichen Trends, wo die Menschen Flexibilität wünschen und oft keinen Hausarzt mehr haben, begegnet werden. Gleichzeitig entstehen durch die Zusammenarbeit attraktive Arbeitsmodelle für Ärztinnen und Ärzte.

Die Bedürfnisse der Bevölkerung für eine zeitgemässe medizinische Versorgung haben sich verändert. Bereits heute zeichnen sich in der Region Berner Oberland Versorgungsprobleme und -engpässe in der auf Kontinuität basierenden hausärztlichen Grundversorgung ab. Die Medbase Gruppe und die Spital STS AG gehen diese Herausforderung als national tätiger, ambulanter Gesundheitsdienstleister und als führendes Spitalunternehmen der Region gemeinsam an. Durch das Verknüpfen der verschiedenen Kompetenzen der Haus- und Spezialärzte, Therapeuten sowie der Fachpersonen des Spitals sollen die Patientinnen und Patienten im Sinne einer sektorenübergreifenden, integrierten Versorgung und in Ergänzung zu den bestehenden Grundversorgern zur richtigen Zeit, am richtigen Ort medizinisch betreut werden.

Die Spital STS AG und die Medbase Gruppe entwickeln gemeinsam schrittweise ein in dieser Form neuartiges und langfristig angelegtes integrales Versorgungskonzept für die «Gesundheitsregion Berner Oberland». Nach den Grundsätzen der «Sharing Economy» – zusammen erreichen wir mehr als alleine – werden die Partner in den nächsten Jahren an gemeinsam definierten Standorten ambulante Medical Centers mit Fokus auf die Grundversorgung aufbauen. Aktuell laufen Abklärungen für ein erstes gemeinsames Projekt in Erlenbach im Niedersimmental. Dabei soll auf bestehende lokale Versorgungsstrukturen Rücksicht genommen werden. Zudem ist die Kooperation offen für die Zusammenarbeit mit weiteren Partnern im Gesundheitswesen.

Attraktive Arbeitsmodelle
Mit dem neuen Versorgungskonzept wird auch dem Nachwuchsproblem in den ländlichen Gemeinden entgegengewirkt. Junge Ärztinnen und Ärzte möchten ihre Profession interdisziplinär, unter modernen Arbeitsbedingungen und mit Zugang zu einem starken Spitalpartner ausüben. Haus- und Spezialärzte, die sich über ihre nahe Zukunft Gedanken machen und bereit sind, gemeinsam Veränderungen zu bewirken, sind herzlich eingeladen zur Mitgestaltung dieses Konzeptes. Marcel Napierala, CEO der Medbase Gruppe, sieht hier den Schlüssel zum Erfolg: «Wir sind primär in der Grundversorgung tätig, verstehen uns als Netzwerker und wollen Praxisärzten, die sich im letzten Abschnitt ihres Arbeitslebens befinden oder jungen Fachpersonen, die ihre Zukunft in der Haus- oder spezialisierten Medizin in der Praxis suchen, eine interessante Perspektive anbieten und somit die ambulante Versorgung stärken.» Auch Ärztinnen, die den beruflichen Wiedereinstieg nach familiär bedingter Auszeit erfolgreich meistern wollen sowie Assistenzärzte und Spitalärzte in ausgewählten Disziplinen, können in einem interessanten Setting mitarbeiten und ihre Kernkompetenzen synergetisch einsetzen.

Langjährige Partnerschaft
Zwischen der Spital STS AG und der Medbase Gruppe besteht bereits eine starke Partnerschaft. 2011 wurde im Panorama-Center Thun gemeinsam ein ambulantes Medical Center im Bereich Orthopädie und Traumatologie eröffnet. Ende 2014 folgte die Gründung der Sportmedizin Berner Oberland, die als Sport Medical Base approved by Swiss Olympic akkreditiert ist. Im Rahmen der strategischen Kooperation wird nun in den kommenden Wochen die für das Versorgungskonzept geeignete und verbindliche Organisationsform festgelegt und aufgebaut.

Firstresponder – gemeinsam Leben retten
Wenige Minuten entscheiden bei einem Herz-Kreislaufstillstand über Leben und Tod. Mehr als 1000 geschulte Freiwillige sind im Kanton Bern als Firstresponder vernetzt und im Herz-Notfall innert kürzester Zeit vor Ort einsatzbereit. Menschlich, pragmatisch und kompetent betreuen Firstresponder die Patienten und Angehörigen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Initiiert und ausgearbeitet wurde dieses Firstresponder-Konzept vom Rettungsdienst der Spital STS AG auf der Basis des Tessiner Modells «Ticino Cuore» und hat sich anschliessend im gesamten Kanton Bern ausgebreitet. Damit das Firstresponder-Netzwerk weiter wachsen kann, ist im September der Verein firstresponder.be gegründet worden. Oberstes Ziel des Vereins ist, Menschenleben zu retten und dadurch die Überlebensrate von Personen mit einem Herz-Kreislaufstillstand zu erhöhen. Aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit hat sich Medbase entschieden, als starker Partner des Vereins einzusteigen. Nur zusammen mit Medbase sowie weiteren Partnern und Gönnern können die notwendigen Schritte unternommen werden, die Idee der Firstresponder fortzuführen. Weitere Informationen unter www.firstresponder.be.

Weitere Informationen
Sonja Benninger, Marketing/Kommunikation Medbase
Tel. 052 260 29 16, sonja.benninger@medbase.ch

Marcel Napierala, CEO Medbase Gruppe, und Bruno Guggisberg, CEO Spital STS AG, stehen für Interviews zur Verfügung.

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