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21. Februar 2022

Winterspeck, ade

Winterspeck, ade

Weniger Bewegung an der frischen Luft, deftiges Essen und gemütliche Abende zuhause: Es scheint normal zu sein, im Winter ein paar Kilos zuzulegen. Erfüllt der Winterspeck einen Zweck? Oder sollten wir ihm den Kampf ansagen? Ernährungsberaterin Jessica Imhof klärt auf.

Was hat es mit dem sogenannten Winterspeck auf sich?

Viele Menschen essen während der kalten Wintermonate anders als im Sommer. Die Kilos werden mehr, und wir trösten uns damit, dass es sich dabei um den naturgegebenen «Winterspeck» handelt. Es ist jedoch ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Fettmasse vor Kälte schützt. Nach dieser Logik würde man mit mehr Körperfett weniger frieren. Ist das wahr? Ja, aber ich möchte das noch ein wenig präzisieren. Die Fettmasse isoliert zwar vor der Kälte, erzeugt jedoch keine Wärme. Diese entsteht vor allem durch Bewegung. Jemand mit mehr Körperfett wird also nicht unbedingt weniger frieren als eine Person mit weniger Körperfett, die sich viel bewegt. Anders gesagt: Körperfett hält zwar warm, wärmt aber nicht. Versuchen Sie also nicht, mehr Fett anzusetzen, um sich vor Kälte zu schützen, sondern seien Sie aktiver.

Sind die zusätzlichen Kilos schädlich für unsere Gesundheit?

Das hängt davon ab, von wie viel zusätzlichem Gewicht wir sprechen. Insgesamt steigt bei Übergewicht oder Fettleibigkeit das Risiko einer Krebs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankung und eines Schlaganfalls. Je übergewichtiger jemand ist, desto grösser ist das Risiko einer Erkrankung. Der Body-Mass-Index, ein statistischer Richtwert für das Idealgewicht bei Erwachsenen, kann helfen, die überflüssigen Pfunde besser zu erkennen und einzuordnen. Obwohl der Richtwert schnell berechnet und praktisch ist, ist er nicht immer zuverlässig. Leider berücksichtigt der BMI weder das Verhältnis von Muskel- und Fettmasse noch den Körperbau. So kommt es vor, dass beispielsweise Sportlerinnen und Sportler aufgrund ihrer ausgeprägten Muskelmasse einen BMI aufweisen, der Übergewicht anzeigt.

Um zu wissen, ob ein höheres Risiko für eine Erkrankung vorliegt, ist es ratsam, den Taillenumfang zu messen. Er ist ein gutes Indiz für die Fettansammlung im Bauchbereich. Überschüssiges Bauchfett erhöht das Risiko erheblich, an Diabetes Typ II oder Krebs zu erkranken sowie an Herz-Kreislauf-Problemen zu leiden. Zudem steigert Bauchfett das Sterberisiko.

Wie können wir nun während der Wintermonate Fondue und Raclette geniessen, ohne zuzunehmen?

Einfach, indem wir massvoll essen. Es ist wichtig, sich Zeit zum Essen zu nehmen und damit aufzuhören, sobald man satt ist. Zu schnelles Essen führt häufig dazu, dass wir mehr essen als nötig. Ausserdem ist eine insgesamt ausgewogene Ernährung wichtig. Vermeiden Sie es also, in einer Woche mehrere stark fetthaltige Gerichte zu geniessen.

Ist eine Diät gegen Ende des Winters sinnvoll?

Nein, es reicht, zu den alten Gewohnheiten zurückzukehren. Das Gewicht wird sich von selbst regulieren. Detox-Diäten & Co dienen in erster Linie den Verkaufszahlen. Es gibt keine wissenschaftliche Grundlage für deren Nutzen.

Selbst diejenigen, die normalerweise sehr ausgewogen essen, neigen in den kälteren Monaten dazu, gehaltvollere Gerichte zu essen. Was empfehlen Sie als Alternative?

Es gibt nichts Besseres als ein warmes Gericht, um sich aufzuwärmen. Denken Sie beispielsweise an Suppen. Diese können mit Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchten, Käse oder Eiern verfeinert werden. Kurzum: Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Und zum Frühstück oder für süsse Snacks empfehle ich warmen Porridge.

(Text: Jessica Imhof, Medbase Lausanne Gare und Medbase Lausanne Malley)

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