26. Oktober 2020

Wir sind Medbase

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Für die ganzheitliche Betreuung von Patienten arbeiten bei Medbase verschiedenste Fachleute in Apotheken, medizinischen Zentren, im Operationssaal oder bei Firmenkunden vor Ort. Lernen Sie uns kennen.

Steckbrief:
Beatrix Ott ist Fachpsychologin für Psychotherapie FSP und arbeitet bei Medbase St. Gallen am Vadianplatz.

 

Seit 20 Jahren behandeln Sie Patientinnen und Patienten. Mit welchen Problemen kommen diese zu Ihnen?

Es gibt viele Gründe, weshalb Menschen einen Psychiater oder einen Psychotherapeuten aufsuchen: Probleme bei der Lebensführung, Ängste, Depressionen, Burnout oder Schmerzerkrankungen sind häufige Ursachen.

Sie sind auch diplomierte Schauspielerin für Clown und Comedy und stehen seit über 10 Jahren auf der Bühne. Lassen Sie Ihr psychologisches Know-how ins Clownleben einfliessen?

Selbstverständlich. Beide Berufe befruchten sich gegenseitig. Wenn ich als Clownin am Förderzentrum Wattwil oder im Sprachförderzentrum Toggenburg mit teils traumatisierten Kindern arbeite, nützt mir mein psychologisches Know-how sehr. Umgekehrt ist der Humor eine grosse Ressource, die uns über so manche Hürde im Leben tragen kann. Wenn Patientinnen und Patienten auch einmal über ihre kleinen und grossen Unzulänglichkeiten  lachen können, ist viel erreicht.

Warum wurden Sie Clownin?

In einer Einheit meiner körpertherapeutischen Ausbildung waren Berufswünsche aus der Kindheit Thema. Da erinnerte ich mich an meinen Wunsch, Clownin zu werden, und wusste sofort, dass ich diesen Beruf auch ergreifen möchte.

Wie bringt man das Publikum zum Lachen, wenn man einen schlechten Tag hat?

Der Clown und die Comedy-Rollen sind Figuren, in die ich ein- und aussteigen kann. Mit diesen Figuren ist auch eine eigene Gefühls- und Erlebenswelt verknüpft. So ist es beispielsweise schon passiert, dass ich privat unter Verspannungen litt, als Clownin aber schmerzfrei war.

Ginge es uns besser, wenn wir unseren Gefühlen öfters freien Lauf lassen würden?

Zugang zu seinen Gefühlen zu haben, die eigenen Bedürfnisse wahr- und ernst zu nehmen sowie auch zu äussern, ist sicherlich besser, als alles in sich hineinzufressen. Oft haben wir gelernt, sogenannte «negative» Gefühle wie Wut oder Angst nicht zu zeigen oder zu unterdrücken. Vielleicht wurden wir auch abgelehnt und nicht gehört, wenn wir uns nicht der Norm entsprechend verhielten. Es lohnt sich, als Erwachsener einmal im Alltag zu beobachten und zu registrieren, ob, wann und wie oft wir unsere Emotionen in Schach halten, statt sie zu zeigen. Wenn wir uns dessen bewusster sind, können wir uns in einem nächsten Schritt überlegen, ob wir etwas verändern wollen, und dies angehen.

Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung?
www.medbase.ch/jobs

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