12. Oktober 2021

Wir sind Medbase

Wir sind Medbase

Für die ganzheitliche Betreuung von Patientinnen und Patienten arbeiten bei Medbase verschiedenste Fachleute unter einem Dach: in den Bereichen Medizin, Therapie, Pharmazie und Zahnmedizin oder bei Firmenkunden vor Ort. Lernen Sie uns kennen.

Dr. med. Jacqueline Krane-Nuber  und Dr. med. Christina Marti-Camenzind  teilen sich die Leitung des Bereichs Hausarztmedizin bei Medbase Abtwil.

Noch immer herrscht bei vielen die Meinung vor, dass Jobsharing in Kaderpositionen nicht möglich ist. Ihr beweist, dass es geht. Wie gelingt euch das?
J. Krane-Nuber: Das A und O ist eine gute Kommunikation. Wir telefonieren mindestens einmal am Tag miteinander oder sprechen uns vor Ort ab.
Ch. Marti-Camenzind: Zudem sind wir sehr flexibel. Wir springen gegenseitig für die andere ein und arbeiten zwischendurch auch mal 100 Prozent, wenn es nötig ist.

Viele Vorgesetzte befürchten beim Jobsharing mehr Koordinationsaufwand, Fehler bei der Übergabe oder Ausfälle wegen erkrankter Kinder.
J. Krane-Nuber: Wir kennen diese Befürchtungen, aber unserer Erfahrung nach ist das Gegenteil der Fall. Gerade weil wir uns untereinander gut organisieren und flexibel sind, entsteht für das Team und für Vorgesetzte kein Mehraufwand.
Ch. Marti-Camenzind: Wir haben bereits in verschiedenen Positionen im Jobsharing zusammengearbeitet, und es hat stets funktioniert. Sogar auf der Intensivstation haben wir in einem Pilotprojekt bewiesen, dass es gut machbar ist.

Wie teilt ihr euren gemeinsamen Aufgabenbereich untereinander auf?
Ch. Marti-Camenzind: Die Aufteilung geschieht im Prinzip nur dadurch, dass wir zeitlich versetzt arbeiten. Ich bin jeden Tag präsent, und Jacqueline ist an drei Tagen in der Praxis. Ein Beispiel: Jacqueline nimmt am Montag Sitzungen wahr, so kann ich mittags nach Hause gehen und für meine Familie kochen. Dafür leite ich die Sitzung am Mittwoch. Abends tauschen wir uns telefonisch aus. Fachlich gibt es keine Aufteilung. Jede bildet Assistenzärzte aus, und wir weisen uns zudem die Patienten bewusst nicht nach Fachgebieten zu, sondern holen uns nach Bedarf beieinander Rat. So profitieren wir gegenseitig.

Man merkt, dass ihr ein eingespieltes Team seid. Funktioniert ein Jobsharing auch, wenn man sich noch nicht lange kennt oder sich privat nicht viel zu erzählen hat?
J. Krane-Nuber: Ob ein Jobsharing funktioniert, hängt meines Erachtens nicht davon ab, ob man auch privat gut miteinander auskommt. Essenziell ist eine gute Kommunikation im Beruf. Wenn es auch menschlich zwischen den Beteiligten «giget», dann macht es einfach umso mehr Spass.

Also bietet ein Jobsharing nur Vorteile?
Ch. Marti-Camenzind: Für uns auf jeden Fall! Dank meines Teilzeitpensums empfinde ich mein Leben als sehr abwechslungsreich und kehre stets frisch an die Arbeit zurück. Zudem schätze ich es, dass ich durch Jacqueline immer wieder neue Inputs erhalte.
J. Krane-Nuber: Das sehe ich genauso. Man bleibt im Jobsharing auch flexibel und kann die Patienten aufgrund der unterschiedlichen Arbeitsweisen ganzheitlich betreuen. Allerdings muss ich fairerweise sagen, dass wir für dieses tolle Jobmodell einen gewissen Mehraufwand gerne in Kauf nehmen.

(Text: Dr. med. Jacqueline Krane-Nuber und Dr. med. Christina Marti-Camenzind)

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